Jazzclub Schwalbach
in der Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH

38. Zulu's Ball, 3. Februar 2018

Auch noch nach fast 40 Jahren können wir unseren Jazzfreunden ein Event anbieten, das nach wie vor ungebrochene Begeisterung auslöst. Der Zulu’s Ball in Schwalbach hat sich im Rhein-Main-Gebiet –und darüber hinaus– wegen seiner Einzigartigkeit als herausragendes Jazzereignis etabliert, was in jedem Jahr durch die große Anzahl von Besuchern, darunter viele Stammgäste, aufs Neue unterstrichen wird.

Am 3. Februar 2018 ist es wieder soweit, der 38. Zulu’s Ball verwandelt das Schwalbacher Bürgerhaus in eine Jazz-Hall à la New Orleans. Viele ehrenamtliche Helfer sorgen durch stilvolle Dekoration dafür, dass sich die Besucher nicht in einem nüchternen Bürgerhaus befinden, sondern das Gefühl haben, im Süden der USA zu sein. Die Hauptsache ist natürlich die Musik: mehr als 40 Spitzenkräfte der Jazzszene spielen für die Besucher auf 3 Bühnen in Formationen von größerer, mittlerer und kleiner Besetzung. Auf jeder der 3 Bühnen wechseln sich die Interpreten im regelmäßigen Turnus ab und sorgen stets für neuen Schwung, wobei aufgrund der verschiedenen Stilrichtungen des Jazz, den die Bands pflegen, die Attraktivität noch erhöht wird. Man kann den Zulu’s Ball von seinem Sitzplatz aus genießen, sich ausgiebig auf der Tanzfläche bewegen oder zwischen den 3 Spielorten flanieren, auch mit einem Glas in der Hand.

Den Anfang macht die Original Zulu’s Brassband mit ihrem schwungvollen Einmarsch durch die Reihen des Ball Rooms und garantiert mit ihrem traditionellen Auftritt beste Stimmung von Anfang an.

Ball Room

Hier macht das SWING DANCE ORCHESTRA (SDO) aus Berlin den Anfang. Über diese, Europas beste Swing Bigband, viele Worte zu verlieren, erübrigt sich eigentlich. Seit vielen Jahren sind die Musiker das Highlight des Zulu’s Ball und erfreuen die Besucher mit den Swing-Hits der dreißiger Jahre, natürlich unverstärkt, in den Originalarrangements und in stilechter Garderobe auf der Bühne. Unter der Leitung des „Swing King ” Andrej Hermlin hat sich das 1987 gegründete SWING DANCE ORCHESTRA internationale Anerkennng erworben, insbesondere auch durch zahlreiche Erfolge in der Jazz-Metropole New York. Lauschen Sie den klassischen Melodien von Jazzlegenden wie Benny Goodman, Artie Shaw oder Glenn Miller, um nur einige der Stars der Swingära zu nennen, sofern es Sie nicht längst auf die Tanzfläche gezogen hat.

Auch die RED HOT HOTTENTOTS, mit denen sich das SDO abwechselnd die Bühne teilt, gehören zum „Urgestein“ des Zulu’s Ball. Kreativität, Abwechslungsreichtum und unbändige Spielfreude kennzeichnen diese Frankfurter Traditions-Band, die aus den Wurzeln des traditionellen Jazz ein Repertoire schöpft, das ihr Publikum stets aufs Neue be-geistert. Die Red Hot Hottentots wurden vor rund 45 Jahren gegründet und bieten in ihrem Programm neben Klassikern der New Orleans Tradition bekannte Evergreens aus allen Bereichen der Swing-Ära, und das durchaus auch in modernerer Gestaltung. Dazu runden eigene Arrangements ihr Repertoire ab, das Hör- und Tanzvergnügen gleichermaßen verspricht. Die Red Hot Hottentots haben in Schwalbach wiederholt auf der Bühne gestanden und sind daher vielen Jazzfreunden bestens bekannt.

Blues Corner

 An diesem Spielort geht es etwas enger zu. Hier kann das Publikum in hautnahem Kontakt mit dem Bühnen- personal eine besondere Stimmung erleben; der Musik-Funke infiziert die Anwesenden augenblicklich, niemand bleibt ruhig sitzen, wenn der Blues Fahrt aufnimmt und das Washboard die Hitze und Lebensfreude aus den Südstaaten ahnen lässt. Die beiden auf dieser Bühne auftretenden Bands sind Garant für dieses Erlebnis.

Marco Marchi bringt mit seinen Mojo Workers frischen Wind in das Bluesgeschehen. Hier haben sich vier gleichgesinnte Könner zusammengefunden, die mit ihrer innovativen prickelnd-erfrischenden Art in Europas Bluesszene ein Zeichen gesetzt haben. Das schweizerische ‚acoustic blues quartet‘ präsentiert ein Repertoire aus Blues, Ragtime, Early Jazz und Boogie in unverwechselbarem Sound. Seit ihrem ersten Konzert im Jahr 2009 hat sich diese Band in bemerkenswerter Weise erfolgreich etabliert. Dass auf Marco Marchi & The Mojo Workers weitere internationale Aufmerksamkeit zukommen wird, ist vorprogrammiert. Die Schweizer Blues-Truppe hatte schon beim vorigen Zulu’s Ball die ‚Blues Corner‘ zum Beben gebracht und wir freuen uns, den zahlreichen Bitten nach einem erneuten Auftritt dieses Top-Quartetts entsprechen zu können.

Mit Zydeco Annie + Swamp Cats kommt eine weitere Top-Formation, die ebenfalls an dieser Stelle schon für  Furore gesorgt hat. Anja Baldauf (Zydeco Annie) ist das Herzstück dieser Band, die auf einzigartige Weise die Vielfalt der Musik aus den französischen Karibikkolonien und den Zuwanderen aus Arkadien (Cajuns) mit Hingabe und purer Spielfreude und mit Eigenkompositionen angereichert, auf die Bühne bringt. Was Zydeco Annie dabei ihrem Accordeon entlockt, ist geradezu sensationell, wie auch die übrigen Bandmitglieder erkennen lassen, dass sie sich mit großer mit Leidenschaft der Cajun- und Zydecomusik verschrieben haben. Mit der Verpflichtung dieser inzwischen auch international etablierten Band erfüllen wir ebenfalls zahlreiche „Hörerwünsche“.

Piano Bar

In der Piano Bar geht es zwar etwas beschaulicher zu, keines wegs jedoch zu ruhig. Dafür sorgen die beiden Meister der Tasten. Ob Boogie, Ballade, Ragtime oder swingende Evergreens, hier ist alles versammelt, was das Piano hergibt. Dafür sorgen zwei Pianisten der Extrakasse, die übrigens auch gerne die Begegnung mit dem Publikum suchen und sogar Wünsche erfüllen, wenn diese ins Programm passen.
Fraser Gartshore ist sozusagen „Wiederholungstäter“ beim Zulu’s Ball und ein Multitalent als Pianist und Entertainer mit Humor und Charme. Der aus Schottland stammende Westerwälder ist gefragter Solist, Arrangeur und Komponist. Seine unterhaltende, dem Publikum zugewandte Spielkunst auf hohem musikalischen Niveau beeindruckte bereits im Vorjahr und hinterließ eine äußerst vergnügte Hörerschar.

Neu in Schwalbach dagegen ist Sebastian Laverny, der aus der Klassik kommend konstatiert: „Jazz und Klassik beißen sich nicht“. Neben seinen Auftritten in der etablierten Jazzszene ist er zudem als Chorleiter und Kapellmeister am Mainzer Staatstheater aktiv. Wenn Sebastian Laverny spielt, dann klingt es nach Laverny. Es gibt im Jazz kaum einen Pianisten mit ähnlich hohem Wiedererkennungswert. Sein klassisch geschulter Anschlag aktiviert den kompletten Resonanzraum eines jeden Klaviers, doch am Swing erkennt man den Jazzer. Üppige Harmonien, satte Klangfarben, polyphone Improvisationen und eine starke linke Hand sind seine Markenzeichen. Sebastian Laverny zählt zu den wenigen Jazz-Pianisten, die noch die alte Technik der ‚locked hands‘  beherrschen: ein wahres Ausnahmetalent.

Karten: € 34,- (incl. Systemgebühr)
- Bastelgeschäft Schließmann und Reisecafé Selected Travel in Schwalbach
- Schlegel Schreibwaren Eschborn
- TicketSnapper MTZ Sulzbach
- www.ticket-regional.de
- Abendkasse, ab18:00 Uhr, € 39,-